Von A-Körbchen bis D-Cup

Wie finde ich die richtige BH-Größe?

Pia Sundermann, 09. Februar 2017

Es drückt, ziept und quetscht – die richtige BH-Größe zu finden ist oft schwieriger als den Mann fürs Leben. STYLEBOOK.de gibt Tipps, wie Sie garantiert den perfekten BH finden!

Ein BH zu kaufen ist so einfach wie ein Sechserpack Unterhosen zu ergattern? Mitnichten! - das ergab eine Studie von Van de Velde Lingerie. Hauptgrund ist, dass die Frauen ihre richtige BH-Größe schlicht nicht kennen.

Dessous-Expertin Lea Becker von Dessous-Diary.com verriet STYLEBOOK.de wie man die richtige BH-Größe fndet und worauf eine Frau mit viel Busen im Unterschied zu einer flachbrüstigen Frau achten sollte.

1. Wie stelle ich meine BH-Größe fest?

Ganz einfach! Stellen Sie sich nackt und mit gerader Haltung vor den Spiegel. Dann ermitteln Sie mit einem Maßband den Oberbrustumfang: Dafür das Maßband angenehm locker über die Brustwarzen anlegen und einmal um den Oberkörper wickeln. Dann das Gleiche unter der Brust, umso den Unterbrustumfang zu ermitteln. Sind die Zentimeterangaben ermittelt, werden diese in einen BH-Größenrechner eingegeben und schon wird die richtige BH-Größe angezeigt.

2. Worauf müssen Big- im Gegensatz zu Small-Cup-Träger achten?

Frauen mit viel Busen haben es beim Wäschekauf schwerer als jene mit kleiner Körbchengröße. Bei einem großen Busen ab D-Cup sind Soft-BHs (BHs ohne Bügel) keine gute Wahl, denn sie geben weder Halt noch Stütze. Und genau das braucht eine große und schwere Brust! BHs mit drei-viergeteiltem Cups formen die Brust rundlich und nehmen Volumen von den Seiten nach vorne – das lässt den Oberkörper schlanker und definierter aussehen. Das Rückenteil des BHs ist meist etwas breiter als bei BH in kleinen Größen, denn es ist für den Halt der Brust verantwortlich. Der BH-Steg ist höher geschnitten, um die Brüste auseinander zu halten und ein schönes Dekolleté zu formen. Oftmals sind auch die Träger etwas breiter und innen gepolstert, damit sie nicht einschnüren und fiese Druckstellen hinterlassen.

3. Was sind die neuen Trends?

Dank „Fifty Shades of Grey“ waren lange Zeit Fetisch- und Bondage-Elemente bei Dessous sehr angesagt. Jetzt wird es wieder mädchenhafter und romantischer. Farblich zeigt sich das in verschiedenen Pastelltönen, die zart und zerbrechlich wirken. Aber auch ein kräftiges Pink – wie es dieses Jahr in der Mode Trend ist – findet sich bei den Dessous. Das Tolle daran: es schmeichelt jedem Typ Frau und lässt uns jugendlich, frisch und frech erscheinen. Auch Blautöne sind zum Sommer hin eine schicke Alternative zum klassischen Schwarz.

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Bei den Schnitten ist 2017 definitiv das Jahr des Soft-BHs. Bügellose BHs wie bequeme Bandeaus, Bustiertops und besonders Bralettes sind das Must-have für die Wäschekommode. Aber Vorsicht: Dieser Trend ist nichts für Frauen mit einem voluminösen, schweren Busen. Hier kommen die Ladies mit kleinem und mittlerem Cup zum Zug! Generell zeichnet sich der Trend zum kleinen Busen ab: Sophie Thomalla (27) hat sich erst kürzlich die Brüste verkleinern lassen, einige Labels, wie Lula Lu's oder das Wäschelabel Aikyou aus Karlsruhe produzieren sogar in sehr kleinen Größen (AA- und AAA-Cup).

Und Details werden bei BHs immer wichtiger. Träger sind nicht mehr bloß Träger, sondern kommen hübsch verziert mit Stickerei daher. Die Rückenausschnitte reichen von Racerback über Keyhole-Optiken – perfekt für Oversize-Pullis mit tiefem V-Ausschnitt am Rücken!

4. Wie pflege ich den BH richtig?

Das kommt ganz auf das Material an. Um es kurz zu machen: Seide und Viskose gehören nicht in die Waschmaschine und sollten immer per Hand mit einem sanften Waschmittel oder Shampoo gewaschen werden. Dessous mit Elastananteil können bei 30 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden, Baumwollwäsche sogar bis zu 60 Grad. Dessous mit Stretch-Anteil gehören nicht in den Trockner. Weiße Wäsche wird immer mit einem Schuss Bleichmitteln separat gewaschen damit der Grauschleier verschwindet. Auch wichtig: BHs gehören immer in ein Wäschesäckchen, denn sollte mal ein Bügel herausrutschen, kann das die Waschmaschine kaputt machen.

5. Was sind No-Gos?

Klassische No-Gos bei der Unterwäsche gibt es eigentlich nicht: Erlaubt ist, was gefällt. Dennoch gibt es ein paar Stilregeln, die Frau für einen guten Eindruck beim Gegenüber befolgen sollte: Unter weißen Oberteilen gehört ein nudearbener – oder roter BH. Die weiße Farbe neutralisiert nämlich Rotpigmente. Wer enge Tops und Shirts trägt, sollte darunter einen glatten BH tragen, damit sich die Spitze nicht durchdrückt. Unter Spaghettiträgertops und schulterfreie Oberteile gehört ein trägerloser BH. Und was absolute No-Gos sind: Plastikträger und G-Strings!

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