Da gucken wir gleich doppelt hin!

Das tun Brasilianerinnen für die perfekte Bräune

Daniela Garrasi, 15. Dezember 2016

Während wir in Deutschland bei Minusgraden frieren, lassen sich die Brasilianerinnen die Sonne auf den Bauch scheinen - und das möglichst intensiv und mit perfekten Tan Lines. Stoff brauchen sie dazu keinen, nur Zeit und etwas Klebeband ...

Auf einem Dach in Rio de Janeiro quetschen sich nackte Frauen Liege an Liege – und das bei über 30 Grad im Schatten. Doch der ist hier nirgends zu finden, mit Absicht! Die Sonnenanbeter wollen ihre Körper so braun wie möglich bekommen. Ihr Gradmesser dafür: Tan Lines (dt. Bräunungsstreifen). Gilt es die Abdrücke von Bikini oder Badeanzug eigentlich möglichst zu vermeiden, legen die Brasilianerinnen es genau darauf an – und zwar auf den Zentimeter genau! Sie verdecken sich Brüste und Intimbereich lediglich mit einem winzigen, schwarzen Abdeckklebeband.

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Mit Klebeband zum perfekten Bräunungsstreifen
Verrückt? Für Erika Romero Martins (34), Besitzerin des „Erika Bronze“-Spas, ist diese Tanning Methode ein absoluter Verkaufsschlager. Die dreistündige Session kostet umgerechnet knapp 20 Euro und brachte Martins laut eigener Aussage im vergangenen Sommer über 75.000 Euro ein. Das Prinzip ist dabei einfach wie gesundheitlich ziemlich fragwürdig.


So funktioniert das Extrem-Sonnenbaden
Die Kundinnen kommen meist zwischen acht und neun Uhr morgens auf Martins Dachterrasse, werden mit dem Klebeband präpariert und während ihrer drei Stunden Verweildauer auf der Liege zwischendurch immer mit Wasser besprenkelt und Lichtschutzfaktor 30 eingerieben. Ganz Eifrige verstärken dabei den Bräunungseffekt noch mit Melanin Beschleunigern. Warum? Für den möglichst großen vorher/nachher-Effekt - klar! Aber vor allem, damit man nach dem Abziehen der Klebestreifen sieht, dass die Tan Lines perfekt abschließen und nicht etwa – wie beim Bikini – verrutscht sind.

Die Kundinnen dieses Spas sind sogar so stolz auf ihre Abdrücke, dass sie ihre Kurven fleißig auf Facebook und Instagram zeigen. Na dann: "Parabéns!"