Für schöneres Haar

Diese smarte Bürste denkt mit

Laura Pomer, 06. Januar 2017

Bald könnte sich die geschundene Mähne zu Wort melden, wenn zu rabiat mit ihr umgegangen wird! Möglich machen soll das der „Hair Coach“, eine intelligente Haarbürste mit zugehöriger App, die den Zustand der Haare untersucht und sogar Alarm schlägt.

Unter den verschiedenen Innovationen, die jetzt auf der Fach-Messe für Unterhaltungselektronik CES in Las Vegas vorgestellt wurden, ist tatsächlich – eine Haarbürste! Kérastase, eine Untermarke des Kosmetikkonzerns L’Oréal, und der Elektronikhersteller Withings präsentieren die erste intelligente Haarbürste. 

Griff, Borsten und viiiiiieel Technik!
Das Ziel: die Haargesundheit fördern. Das Gadget ist mit verschiedenen Sensoren und sogar einem Mikrofon ausgestattet. So werden die Geräusche während des Bürstens erfasst und so die Pflegeroutine ermittelt. Haptische Rückmeldungen lassen Aussagen über den Zustand von Haaren und Kopfhaut zu und darüber, mit wieviel Druck gearbeitet wird. Die gesammelten Informationen werden per WiFi oder eine Bluetooth-Verbindung an die „Hair Coach“-App gesendet, die Alarm schlägt, falls die Bürstenstriche zu grob ausfallen.

Haarbruch oder schwere Kämmbarkeit, trockenes und strukturgeschädigtes Haar – all diese Beauty-Probleme will die Bürste der Zukunft in die Vergangenheit befördern. Sie läuft mit Batterie und ist spritzwassergeschützt. Heißt: Man kann sie trotz der raffinierten Features auf nassem Haar anwenden. Übrigens auch eine Information, die an die Software weitergegeben wird. Neben seiner fortschrittlichen Technik überzeugt der „Hair Coach“ dem Hersteller zufolge auch mit seiner Grundausstattung. Er soll dank seines „schlanken, leichten Griffs“ gut in der Hand liegen und mit einer „hohen Anzahl von professionellen Borsten“ für eine gute Talgverteilung sorgen, um das Verknoten von Haaren zu verhindern.

Brauchen wir wirklich eine Pflegerevolution?
Dass ein solches Hightech-Gerät – zum Preis von 200 Euro! wirklich nötig ist, um das Haar zu entwirren, sei mal  dahingestellt.